- Serviceleistung
- Cad-Zeichnungen
- Qualitätsüberprüfung
- CNC-Bearbeitung
- Wechseleinsätze in Standardformen
- EMV und HF-Abschirmung
- Bedruckung
- Verzierung
- Stanzen
- Flammwidriges Kunststoff
- Verschiedene Farben
- Folientastaturen
- Werkzeuge
- Anwendungsgebiete
- Technische Info
- Video
- Verpackung
- Gewindeeinsätze
- Spritzgießen
Spritzgießen
SPRITSGIESSEN: Das Spritzgießen (oder „Injection Molding“) ist ein industrielles Fertigungsverfahren zur Herstellung von Objekten aus Kunststoff (oder anderen Materialien), bei dem geschmolzenes Material unter hohem Druck in eine geschlossene Form gespritzt wird. Funktionsweise des Verfahrens:
- Zufuhr: Kunststoffgranulat gelangt aus einem Trichter in die Maschine und sinkt in einen beheizten Zylinder.
- Aufschmelzen: Eine rotierende Schnecke befördert das Material nach vorne; durch Wärme und Reibung schmilzt der Kunststoff und wird flüssig.
- Einspritzen: Die Schnecke presst den geschmolzenen Kunststoff unter sehr hohem Druck in den Formhohlraum.
- Abkühlen: Das Material kühlt ab, erstarrt und nimmt dabei exakt die Form des Werkzeugs an.
- Entnahme: Das Werkzeug öffnet sich und das fertige Teil wird automatisch ausgeworfen.
Hauptvorteile:
- Geschwindigkeit: Ideal für die Massen- und Serienfertigung geeignet.
- Präzision: Ermöglicht die Herstellung komplexer Geometrien und feinster Details.
- Wiederholgenauigkeit: Jedes Teil ist identisch mit dem vorherigen.
CO-SPRITZGUSS: Das Co-Spritzgießen (oder Overmolding) ist ein Fertigungsverfahren, bei dem zwei oder mehr unterschiedliche Materialien oder Komponenten während des Spritzgussprozesses zu einem einzigen, integrierten Bauteil verbunden werden. Die Verarbeitung der beiden Materialien erfolgt in rascher Abfolge. Funktionsweise des
Verfahrens:
- Ein erstes, steiferes Material (meist ABS) wird in die Form gespritzt, um die Basis zu bilden.
- Ein zweites Material (in der Regel ein flexibles Polymer, Gummi oder Elastomer) wird eingebracht; dieses verschmilzt mit der ersten Komponente oder haftet chemisch bzw. mechanisch an ihr.
- Der gesamte Vorgang läuft in aufeinanderfolgenden Zyklen ab, meist unter Verwendung derselben Drehtisch-Spritzgießmaschine oder durch einen zweiten Spritzschritt.
Hauptvorteile:
- Kostensenkung: Nachgelagerte Schritte wie manuelle Montage oder Verkleben der Bauteile entfallen.
- Höhere Festigkeit: Die Verbindung zwischen den Materialien ist stärker und präziser als bei einer mechanischen Montage.
- Funktionale Verbesserung: Kombiniert die Robustheit von Hartkunststoff mit dem Komfort oder der Griffigkeit des weichen Materials.
- Ästhetische Aufwertung: Möglichkeit, zwei Materialien in unterschiedlichen Farben zu verarbeiten.
ÜBERSPRITZEN: Das Spritzgieß-Überspritzen (Overmolding) ist ein hybrides Fertigungsverfahren, bei dem ein Material auf ein bereits vorhandenes Substrat oder Bauteil (den sogenannten Einleger oder „Insert“) gespritzt wird, um ein einziges, festes Bauteil mit kombinierten Eigenschaften zu schaffen. Im Gegensatz zum Co-Spritzgießen erfolgt das Überspritzen in zwei klar voneinander getrennten Schritten unter Verwendung zweier unterschiedlicher Werkzeuge. Ablauf des Verfahrens:
- Erste Komponente (Substrat): Die Basis des Objekts wird gefertigt; sie kann aus Hartkunststoff (in unserem Fall ABS) bestehen.
- Zweite Schicht (Überspritzung): Ein zweites Material – häufig ein weicheres thermoplastisches Elastomer (TPE oder TPU) – wird auf oder um das Substrat herum gespritzt.
- Haftung: Die Materialien verbinden sich während des Abkühlens durch eine chemische oder mechanische Bindung oder eine Kombination aus beidem.
Hauptvorteile:
- Optimierte Lagerhaltung der Halbzeuge.
- Kostensenkung: Nachgelagerte Schritte wie manuelle Montage oder Verkleben der Teile entfallen.
- Höhere Festigkeit: Die Verbindung zwischen den Materialien ist stärker und präziser als bei einer mechanischen Montage.